2011
Die Kosten für Energie steigen unaufhaltsam, Strom- und Gasrechnungen belasten das Budget vieler Haushalte stark. Immer mehr Verbraucher nutzen die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln. Vielen geht es beim Wechsel ums Sparen. Schauen sie auch darauf, ob die Unternehmen erneuerbare Energien verwenden oder spielt nur der Preis bei der Entscheidung eine Rolle?
Erneuerbare Energien im AufwindAls die Welt fassungslos die Bilder von der Erdbebenkatastrophe in Japan verfolgte und mit Entsetzen die Reaktorkatastrophe von Fukushima beobachtete, veränderte sich die Einstellung gegenüber der Kernenergie innerhalb ganz kurzer Zeit. Menschen, die sich bisher wenig Gedanken um ökologische Fragen gemacht hatten, wollten plötzlich einen Wechsel in der Energiepolitik. Das politische Hin und Her in der Frage der Laufzeiten der Reaktoren in Deutschland war ein Ausdruck des Meinungswandels in dieser Zeit. Bei den Stromkunden ließ sich dies ebenfalls beobachten. Die Nachfrage nach dem so genanntem Grünen Strom oder Ökostrom stieg innerhalb weniger Wochen stark an. Bis dahin meinten viele Kunden, dass sie ohnehin nicht kontrollieren könnten, ob erneuerbare Energien für die Erzeugung des Stroms aus ihrer Steckdose verwendet wird. Tatsächlich fließt in den Leitungen ein Strom-Mix. Bucht ein Kunde einen Ökostromtarif, verpflichtet sich der Anbieter einen Teil der Einnahmen in den Bau regenerativer Kraftwerke zu investieren. Insofern hat der Kunde tatsächlich die Möglichkeit, die Nutzung der erneuerbaren Energien zu unterstützen.
Sonnenenergie vom Dach
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Deutschland macht es auch privaten Hausbesitzern möglich, einen aktiven Beitrag zu leisten. Auf immer mehr Dächern werden Solaranlagen installiert, mit deren Hilfe die Sonnenenergie in elektrischen Strom umgewandelt wird. Das ist nicht nur gut für das ökologische Gewissen des Hausbesitzers, sondern ist ökonomisch sinnvoll. Die Abnahme des erzeugten Stroms zu einem festen Preis führt dazu, dass sich die Investition schon nach einigen Jahren amortisiert hat. An diesem Beispiel zeigt sich, dass das Interesse für alternative Energien durchaus vorhanden ist, aber die ökonomischen Randbedingungen ebenfalls stimmen müssen. Auch Ökostromtarife, die wesentlich teurer sind als die herkömmlichen Angebote, werden es auf Dauer schwer haben.
Das Argument, etwas für die Umwelt zu tun, wird dabei wohl kaum ausreichen. Dies zeichnet sich momentan auch noch bei der schleppenden Nachfrage von Elektroautos ab, welche mit ihrem Preis noch weit über dem von Verbrennungsmotoren liegen. Eine Amortisierung bei Elektroautos ist noch lange nicht in Sicht.





